Donnerstag, 15. Juni 2017

Kapitel 28 - 14 Tage Nabelschau

Dieser Artikel ist allen Beteiligten gewidmet, die diese besondere Erfahrung moeglich gemacht haben. Ich bin sehr dankbar fuer die freundliche Aufnahme, die kompetente Organisation und die Moeglichkeit, mich selbst etwas besser kennenzulernen. Außerdem möchte ich mich für die in diesem Artikel verwendeten Photos bedanken, die ich mit freundlicher Genehmigung des Sorntawee-Meditationszentrums (http://www.sorntawee.org/) für diesen Artikel verwenden darf. 

Zwei ereignisreiche Wochen liegen hinter mir und das obwohl ich eigentlich nicht viel gemacht habe. Ich habe mir nur die sehr einfachen Dinge, die unser Leben größtenteils ausmachen, ein bisschen bewusster angeschaut. Dafür habe ich den sehr strikten Rahmen eines Vipassana-Retreats gewählt. Obwohl ich bereits über eine etwa zweijährige Meditationserfahrung verüge und bereits an zwei ähnlichen Retreats teilgenommen habe, war es auch dieses Mal wieder eine knackige Herausforderung, über die ich in diesem Artikel berichten möchte.


Das Center.

Meditation - was ist das denn?

Viele schlaue Menschen haben schon viele schlaue Sätze zum Thema Meditation geschrieben. Es gibt zahllose Definitionen und verschiedene Techniken, die auf unterschiedliche spirituelle Traditionen zurückgehen. Selbst im Christentum existiert in Form des Rosenkranz-Gebetes eine Art von Meditationspraxis. Wer sich gerne mit Definitionen beschäftigt, sei an dieser Stelle auf den entsprechenden Wikipedia-Eintrag verwiesen. Ich will mich an dieser Stelle nicht lange damit aufhalten. Beim Meditieren geht es nämlich nicht um intellektuelles Verstehen oder Spielen mit Begriffen, sondern um unmittelbare Erfahrungserkenntnis.

Um die obige Frage also kurz, bündig und intuitiv zu beantworten: Meditation bedeutet Beobachtung des gegenwärtigen Moments. Nicht mehr und nicht weniger. Es gibt im Grunde kaum etwas Schlichteres. Nur beobachten, was immer da kommen mag. Nicht bewerten, nicht analysieren, nicht identifizieren, nicht kontrollieren und nicht reagieren.   

Die Technik - oder: was beobachten?

Meditationsobjekte gibt es gleich den verschiedenen Meditationstechniken wie Sand am Meer. Besonders verbreitet ist die Beobachtung des natürlichen Atemflusses an verschiedenen Stellen des Körpers. Generell taugen alle psychischen oder physischen Wahrnehmungsobjekte zur Anschauung, die in unserem Bewusstseinsstrom auftauchen. Gedanken, Gefühle, Empfindungen oder Sinneseindrücke. 

Die verschiedenen Techniken unterscheiden sich meist in der Wahl des Meditationsobjektes. In meinem zweiwöchigen Vipassana-Retreat (gleichbedeutend mit Einsich in der Pali-Sprache) im Sorntawee-Meditationszentrum hatten wir eine ganze Reihe von solchen Objekten. Während der Sitzmeditation haben wir uns vorrangig auf das natürliche Heben und Senken des Abdomens beim Ein- und Ausatmen konzentriert. Gleichzeitig sollten wir uns anderer Phänomene wie Gedanken, Gefühlen und Empfindungen bewusst sein und diese gegebenenfalls benennen (ohne sie zu analysieren). Bei der Gehmeditation steht die Beobachtung des Bewegungsablaufes beim Gehen im Vordergrund. Darüber hinaus sollten wir Achtsamkeit bezüglich unserer täglichen Aktivitäten üben. Also kurzum: immer im Augenblick sein.  

Gebote und Verbote: Yogi-Sein bedeutet starke äußere Einschränkung

Man liegt hart.
Militärisch anmutende Disziplin wird von den Meditierenden verlangt. Neben den unten aufgeführten 12 allgemeinen Regeln gilt es auch noch 7 weitere ethische Verhaltensweisen zu befolgen, die im Allgemeinen für buddhistische Mönche gelten. Dazu gehört etwa auf das Töten jeglicher Lebewesen zu verzichten, was im Moskito-verseuchten Thailand eine gewisse Herausforderung darstellen kann. Auch 'luxuriöse' Betten sind tabu. Geschlafen wird auf einer (für meine Länge zu kurzen) Holzbank mit einer etwa 2-cm-dicken Matte darauf. 

Die allgemeinen Regeln:
1. Meditator must practice according to the daily time schedule and must practice the walking and sitting meditation at the Dhamma Hall.

2. Meditator should refrain from unnecessary talking. Socializing is not encouraged.

3. Meditators must not do any activity that would disturb other yogis at all time.

4. Meditator must not get involved in activities not related to meditation.

5. Meditator must strictly adhere to the meditation teacher instruction and should not practice any other meditation methods.

6. Meditator must not report his/her practice to anyone except his/her meditation teacher.

7. Meditator should keep writing and reading to absolute minimum.

8. Meditator should use telephone and internet only when it is necessary.

9. Consuming of alcohol, drugs, and smoking are prohibited. 
10. Going outside of the meditation center is prohibited except receiving the permission from the meditation teacher.

11. Meditator must have sound mental and physical health.

12. If problem arises, meditator must contact stuff.


Nicht dass es eine große Rolle spielen, dass das Bettchen etwas härter ist. Zum Schlafen bleibt nämlich ohnehin wenig Zeit. Gerade einmal fünfeinhalb Stunden lassen sich herauskitzeln, wobei es keine Nacht gab, in der ich richtig durchgeschlafen habe. Zwischen dem Weckruf um 3.30 Uhr morgens und dem offiziellen Ende um ca. 21.30 Uhr abends liegen 11 Stunden knallharte Selbstbeobachtung ohne eine Möglichkeit sich abzulenken.

Der Tagesablauf:
3:30 Wake Up

04:00 - 05:00 Walking Meditation

05:00 - 06:00 Sitting Meditation

06:00 - 07:30 Breakfast and Personal Chores

07:30 - 08:30 Sitting Meditation

08:30 - 09:30 Walking Meditation

09:30 - 10:30 Sitting Meditation

10:30 - 13:00 Lunch and Personal Chores

13:00 - 14:00 Sitting Meditation

14:00 - 15:00 Walking Meditation

15:00 - 16:00 Sitting Meditation

16:00 - 18:00 Drinking Juice and Personal Chores

18:00 - 19:00 Dhamma Talk (or Sitting Meditation)

19:00 - 20:00 Walking Meditation

20:00 - 21:00 Sitting Meditation

21:00 - 21:15 Metta Chanting

My home is my Kuti.
Dieser Rahmen verlangt, dass man sich von vielen alltäglichen Gewohnheiten zeitweise verabschiedet, er reduziert einen auf das Wesentliche und macht es zugleich sehr viel einfacher sich auf dieses Wesentliche zu fokusieren. Unser alltägliches Leben bietet zahllose Möglichkeiten sich vom gegenwärtigen Moment abzulenken, falls dieser langweilig oder unangenehm erscheint. Wir können Fernsehen, im Internet surfen, Essen, mit unseren Freunden sprechen, Lesen oder Musik hören. Im Retreat können wir nicht auf diese externen Reize zurückgreifen. Wir sind mehr oder weniger gezwungen, uns mit dem zu befassen, was wir gerade erfahren - und es zu akzeptieren. Da es für die meisten von uns (und auch für mich) eine Art Sucht geworden ist, sich jederzeit abzulenken oder zu reagieren, stellen diese strikten Rahmenbedingungen eine große mentale Herausforderung dar. Nicht selten verspürt man den Drang zur Flucht und zum Ausbruch.

Nichts tun außer wahrnehmen - selbst wenns weh tut

 

Auf dem Grill.
Während der einstündigen Meditationseinheiten zieht ein ganzer Kanon an Bewusstseinsphänomenen an einem vorbei. Die hohe Kunst besteht darin, konzentriert zu bleiben und die Beobachterperspektive nicht zu verlassen. Insbesondere die Sitzmeditations-Stunden, während derer man nach Möglichkeit weder die Augen öffnen, noch die Position verändern sollte, habe ich als harte Belastungsprobe für meine Willenskraft erlebt. Hier eine Auswahl von häufig wiederkehrenden Phänomenen, die in der Praxis zur Herausforderung werden können:

1. Körperlicher Schmerz

Es ist der Teil der asiatischen Kultur für längere Zeit und ohne bequeme Unterlage auf dem Boden zu sitzen. Meine Mit-Meditierenden hocken allesamt auf dünnen Matten, teilweise im Lotus- oder im Halb-Lotus-Sit, auf dem nackten Boden der Dharma-Halle. Zumindest dem äußeren Anschein nach haben sie keine größeren Probleme damit. Für mich als einzigen Europäer verhält es sich da anders. Ich bin nicht nur großgewachsen, sondern auch ganz schön ungelenkig. Glücklicherweise habe ich meine Meditationsbank tausende von Kilometern über den Erdball transportiert, um nicht vollständig unterzugehen. Dennoch muss ich auf die Schmerzen nicht verzichten. Im Laufe einer Sitzung melden sich stechender Schmerz in den Knieen, Enge, Spannung und Verkrampfungen im vorderen Rumpf-Bereich sowie gelegentlich pochender Schmerz im oberen Rücken. Das Ganze intensiviert sich nach natürlich zum Ende einer Sitzung hin und verstärkt sich durch andere Faktoren wie Müdigkeit oder Konzentrationsschwäche. Akzeptanz des Schmerz Phänomens und Nicht-Identifikation sind sicherlich mit die härtesten Prüfungen für Vipassana-Yogis. Je stärker man auf den Schmerz reagiert, sich identifiziert und in Aversionen verfällt, desto stärker wird man auch darunter leiden. Konzentration, Achtsamkeit und Gleichmut sorgen dagegen für eine Verminderung des Leidens. Jedenfalls wird man die Erfahrung machen, dass auch Schmerz nur ein unbeständiger Vorgang ist.

2. Müdigkeit

Da ich es gewohnt bin jede Nacht mindestens 7-8 Stunden zu schlafen und nicht vor 6 Uhr morgens aufzustehen, wird meine Meditation (insbesondere in den Morgenstunden der ersten Tage) von einer schweren, zähen Schläfrigkeit begleitet. Auf meiner harten Liege schaffe ich es in keiner einzigen Nacht, richtig durchzuschlafen. Noch halb in irgendwelchen Träumen verhaftet schlurfe morgens ich bei der Geh-Meditation wie ein Zombie vor mich hin und hänge bei der Sitzmeditation wie ein nasser Sack auf meiner Bank. Immer wieder verliere ich den Faden, verheddere mich in Gedankenschleifen und verspüre den heftigen Drang, zu meiner Pritsche zurückzukehren und für 1000 Jahre in tiefen, traumlosen Schlaf zu versinken. Auch diesem Zustand gilt es mit Achtsamkeit zu begegnen, was in der Praxis einiges an Hartnäckigkeit erfordert. Geduldig sein zahlt sich indes aus, denn das Energielevel steigt langsam, aber stetig mit jedem Tag an.  

3. Hunger

Die Mahlzeiten im Retreat kann man beileibe nicht als karg bezeichnen. Während meiner ganzen bisherigen Reise habe ich mich vermutlich nie so gesund und reichhaltig ernährt wie in diesen zwei ersten Wochen in Thailand. Allerdings gibt es nur zwei Mahlzeiten pro Tag und von 12 Uhr mittags des einen Tages bis um 6 Uhr morgens des nächsten Tages gilt es auf feste Nahrung zu verzichten. Und nicht nur das Essen an sich fällt weg, sondern natürlich auch die geschmacklichen Reize, die damit verbunden sind. Gegen Abend fängt dann auch schnell der Magen an zu knurren und bei Phantasien von Torten, tibetischen Momos oder auch nur ganz gewöhnlichem Reis mit Tofu läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Hungergefühle ertragen zu müssen, ist im Westen sicherlich nicht oft gefordert. Sobald wir Hunger verspüren, stillen wir ihn meist sobald wie möglich, ohne ihm ansonsten größere Aufmerksamkeit zu schenken. Im Retreat ist es umgekehrt. Hier beobachtet man das Hungergefühl, ohne es zu bekämpfen oder ihm nachzugeben. Man kann sich dabei bewusst machen, wie sehr man als moderner Mensch von zucker- und fetthaltigen Lebensmitteln abhängig ist.

4. Gedanken auf Wanderschaft

Im Buddhismus gibt es die schöne und sehr häufig bemühte Metapher von unserem Geist als wildem Affen, der sich nach Lust und Laune von Ast zu Ast schwingt. Der Affengeist in seiner wilden Form will nicht gerne an Ort und Stelle verharren. Den gegenwärtigen Moment über einen längeren Zeitraum und kontinuierlich wahrzunehmen, ist für diesen ungezähmten Geist eine Schwerstarbeit. Mal springt er in die Zukunft, dann wieder in die Vergangenheit, ergeht sich in Tagträumen oder interpretiert Sinneseindrücke. Er setzt nicht selten alles daran, der Realität des Augenblicks zu entkommen. Im Alltag sind wir meist zu stark mit unseren Gedanken identifiziert, um diese Störung zu bemerken. Zahllose Beispiele (auch aus eigener Erfahrung) sind denkbar. Wenn wir arbeiten, sind wir etwa gedanklich bereits auf dem Heimweg, auf dem Heimweg sind wir gedanklich bereits zu Hause, und wenn wir zu Hause sind, sind wir gedanklich bereits wieder in der Arbeit. Durch Meditation können wir lernen, uns unserer Denkgewohnheiten bewusst zu werden und den Affen immer wieder sanft dazubewegen, sich auf den gegenwärtigen Moment (etwa in Form des Ein- und Ausatmens) zu konzentrieren. Den Gedankenstrom zu beobachten, ist indes nicht immer angenehm. Zukunftssorgen, unglückliche Erinnerungen und andere negative Phänomene können in Erscheinung treten. Ich persönlich habe häufig festgestellt, dass mein Geist in unkonzentrierten Phasen beginnt, Zukunftsszenarien zu spinnen und gegeneinander abzuwägen, was für gwöhnlich in Grübel-Orgien ausufert. Sich dieser Gedanken gewahr zu sein, ohne sich von ihnen abzuwenden oder in irgendeiner Form auf sie zu reagieren, war für mich vermutlich die größte Herausforderung. Auch hier gilt: Geduld zahlt sich aus. Der Affe wird mit der Zeit entspannter.


5. Gefühle

Begehren, Angst, Freude, Traurigkeit, Reue oder Neid – auch solche Phänomene begegnen einem, wenn man auf der Meditationsbank sitzt und praktiziert. Ganz analog zu den anderen, bereits genannten Bewusstseinsobjekten kann man auch im Falle von (negativen) Gefühlen nicht auf seine alltäglichen Bewältigungsstrategien zurückgreifen. Es besteht keine Moeglichkeit, sich durch Sport oder Medienkonsum abzulenken. Auch das vertrauensvolle Gespräch mit Freunden oder ozu Verwandten fällt weg. Wieder ist man auf sich selbst als aufmerksamen Beobachter seines Bewusstseinstromes reduziert. Hieraus lässt sich auch begründen, warum man für diese Art der Meditation eine stabile Psyche mitbringen sollte. Starke Emotionen zu beobachten ist nicht einfach, da sie einen leicht überwältigen können. Wer es aber schafft achtsam und gleichmütig zu bleiben, kann viel über seine eigenen Reaktionsmuster lernen und sich im weiteren Prozess sogar ueber sie hinwegsetzen.

Und wozu nun die ganze Schinderei?  


Ich habe mich bewusst dazu entschieden, etwa 14 Tage an einem abgeschiedenen Ort zu verbringen, mich äußerlich stark einzuschränken und mehr als 10 Stunden pro Tag mit reiner Selbstbeobachtung zu verbringen. Ich hätte stattdessen 14 Tage lang komfortabel durch Thailand reisen, mich von einem Traumstrand zum nächsten bewegen, mich von der Tropensonne bräunen und mir den Wanst mit kulinarischen Leckerbissen vollschlagen können. Warum also tut man sich so etwas freiwillig an? Viele Menschen, die ich treffe und die noch keine eigene Meditationserfahrung haben, können das schwer nachvollziehen. Kein Wunder. Wer die Vorteile von Meditation wirklich kennenlernen und verstehen will, muss der Sache selbst eine Chance geben.

Essen fassen.
 Natürlich ist nicht jede Technik für jeden Charakter gleichermaßen geeignet. Wer sich partout nicht vorstellen kann, eine Stunde lang still zu sitzen und seinen Atem zu beobachten, kann es zum Einstieg mit Gehmeditation probieren. Wie bei vielen anderen Dingen im Leben auch gilt es verschiedene Sorten zu testen, bis man die seine gefunden hat. Ich selbst bin der festen Überzeugung, dass grundsätzlich jeder Mensch meditieren kann. Grenzen setzt einem da meist nur der eigene Verstand. Genauso ist in meinen Augen jeder dazu imstande, sein Leben durch meditation zu bereichern. Dabei geht es um ganz praktische Vorzüge , von denen wir alle im Alltag profitieren können, und nicht etwa nur um die Erlangung eines fernen, spirituellen Erleuchtungszustandes.

Die Früchte der Achtsamkeit – oder: was bringt es nun konkret?


Ich habe im letzten Abschnitt viel um den heißen Brei herum geschrieben. Nun will ich näher ins Detail gehen und beispielhaft nennen, wie mir die zwei Jahre Meditationspraxis geholfen haben:


a) Schädliche Gewohnheiten ablegen: Direkt nach meinem ersten Meditationsretreat habe ich das gewohnheitsmäßige Rauchen von Zigaretten eingestellt. Es fällt um einiges leichter, zwanghafte Verhaltensmuster loszulassen, wenn man ihre Funktionsweise durchschaut und sich aus der Identifikation mit ihnen gelöst hat.


b) Gelassenheit entwickeln: Eine Lektion, die man bei Vipassana -Kursen stets aufs Neue lernt und die mit jedem Mal immer einsickert, ist die Erkenntnis, dass jedes physische und psychische Phänomen unbständig ist. Permanent finden subtile Veränderungsprozesse statt, die wir nicht kontrollieren können. Was immer geschehen mag, es wird vorbeigehen. Was immer wir glauben, zu haben oder zu sein, wir werden es früher oder später aufgeben müssen. Hat man diese an sich triviale Tatsache auf einer tieferen Erfahrungsebene begriffen, tritt man den Höhen und Tiefen des Lebens deutlich entspannter gegenüber. 

c) Den Affen im Kopf zähmen und mehr für den Moment leben: Ich habe bereits in einem Abschnitt weiter oben die Gewohnheit des Geistes angesprochen, sich unablässig mit Zukunft oder Vergangenheit zu beschäftigen und die Realität des Augenblicks auszublenden. Auch ich habe so einen Affen im Kopf, der sich gerne um die Zukunft sorgt, zwanghaft Pläne schmiedet, alte Geschichten wieder aufwärmt oder einfach nur vor sich hin grübelt. Seit ich angefangen habe zu meditieren wird der Geist jedoch immer zahmer sowie fokussierter auf die Wirklichkeit und Schönheit eines jeden unwiederbringlichen Augenblickes. Wer dieses Thema gerne vertiefen möchte, dem seien die Bücher von Eckhardt Tolle ans Herz gelegt.

Puh, das war jetzt ein ganz schön langer Artikel. Glückwunsch, wenn du bis hierher durchgehalten und nicht gelangweilt aufgegeben hast. Vielleicht habe ich dich ja ein bisschen neugierig gemacht und du möchtest gerne mehr über Meditation erfahren oder dich gar selbst einmal praktisch daran versuchen. Hierzu einige hilfreiche Links:
https://www.dhamma.org/de/ (Kurse und Infos zur Vipassana-Technik nach S. N. Goenka)
http://www.vipassana-dhammacari.com/main.html (Kurse und Infos zur Vipassana-Technik nach Mahasi Sayadaw)
http://ich-will-meditieren.de (Nützliche Infos und Beiträge zu Meditation im Allgemeinen sowie zu verschiedenen Techniken im Besonderen)

  
  

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